Compact Flash zu IDE Adapter - DMA Modus

HowTo: Compact Flash zu IDE Adapter - DMA Modus

 

Viele CompactFlash zu IDE-Adapter bieten von Haus aus keine DMA Unterstützung. Dieser lässt sich allerdings mit ein wenig Lötarbeit am Adapter freischalten.

Dieses HowTo beschreibt anhand eines doppelseitigen CF==>IDE-Adapters welche Eingriffe dafür notwendig sind.

 

Der Grundsätzliche Vorgang ist der folgendet: 


 - Es muss jeweils Pin 44 (-REG) der beiden CF-Karten-Slot 's von VCC getrennt und anschließend mit Pin 29 (DMARK-) der IDE Schnittstelle verbunden werden.
 - Des Weiteren sind die Pins 43 (-INPACK) der CF-Slot 's mit IDE Pin 21 (DMARQ) zu verbinden.


Es sind also folgende Änderungen durchzuführen:


Auf der Oberseite:

- CF Pin 44 von VCC trennen

- CF Pin 44 mit IDE Pin 29 verbinden
- CF Pin 43 mit IDE Pin 21 verbinden

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Oberseite - Quelle: loetaffe



Auf der Unterseite:

- CF Pin 44 von VCC trennen

- CF Pin 44 mit IDE Pin 29 verbinden
- CF Pin 43 mit IDE Pin 21 verbinden

Umgekehrte Zählrichtung beachten!!!

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Unterseite - Quelle: loetaffe



Tipps zum Umbau:

- Um vor dem Umbau zu prüfen, ob der eigene Adapter nicht vielleicht doch schon DMA-fähig ist, reicht es aus, mit einem Durchgangsprüfer zu kontrollieren, ob Pin 44 des CF-Karten-Slots mit VCC verbunden ist. Ist dies nicht der Fall, ist der Adapter höchstwahrscheinlich schon DMA-fähig.

- Beim Umbau ist vor allem auf die richtige Zählweise (CF pinout!!!) und Zählrichtung der Pins für die jeweilige Seite zu achten (Auf der Oberseite ist Pin 1 rechts und auf der Unterseite links).

- Um CF Pin 44 von VCC zu trennen und mit IDE Pin 29 zu verbinden, bietet es sich an, ihn einfach vom Löt-Pad zu lösen und mit einer dünnen Litze zu versehen.
Dies geschieht entweder durch erhitzen mit dem Lötkolben und anschliessendem Anheben mit einem spitzen Gegenstand, oder einfacher:
Man durchtrennt den Pin möglichst nahe am Pad mit Hilfe einer spitzen Schere oder Zange (z.B. Nagelschere) und biegt ihn danach vorsichtig nach oben.
Ist der CF Pin 44 nun nicht mehr mit der Leiterkarte verbunden, kann man recht einfach eine Litze anlöten und diese mit Pin 29 des IDE Steckplatzes verbinden.
In den beiden angefügten Fotos, sieht es so aus, als würde die Litze am falschen Pin hängen, dies kommt daher, dass der Pin wie vorgeschlagen durchtrennt wurde und somit frei "schwebt" rolleyes.gif

- Als Litze eignen sich hervorragend einzelne Adern eines 40 pligen IDE Kabels oder 0,3 - 0,5 mm Litze aus dem Elektrofachgeschäft. Wichtig ist, dass die Enden möglichst dünn zusammengezwirbelt und richtig verzinnt werden.

- Leuten mit wenig Löterfahrung kann ich gerade für die Verbindung von CF Pin 43 zum IDE Pin 21 den Tip geben, nicht zu versuchen die Litze ans Lötpad selbst zu löten, sondern am besten (wie auf den Fotos zusehen) direkt ans "Beinchen" des Slot 's zu gehen. Die Größe der Spitze ist nahezu egal, man braucht keine "Lötnadel" oder eine SMD Lötspitze, am wichtigsten ist ausreichend Flußmittel bzw. entsprechendes Lötzinn mit genügend Flußmittel im Inneren (0,5 mm Lötzinn ist, wie bei allen "Feinarbeiten", sehr zu empfehlen!).
Einen regelbaren Lötkolben (oder Lötstation) würde ich auf eine Temperatur zwischen 330°C und 350°C einstellen und kurze Lötzeiten beachten.
Falls versehentlich Lötzinn dort hängengeblieben ist, wo es eigentlich nicht hin soll blink.gif oder am falschen Beinchen klebt, kann man es ganz einfach mit zusätzlichem Flußmittel oder Entlötlitze wieder entfernen - Auf keinen Fall mit einer Entlötpumpe arbeiten!, mit dieser kann man sich schnell Leiterbahnen abreißen oder Beinchen verbiegen.

- Falls man, wie ich, den CF => IDE Adapter hinter der Frontplatte platzieren möchte, sollte man zusätzlich den Stromanschluss des Adapters von der Unter- auf die Oberseite verlegen, damit er nicht vom Mainboard verdeckt wird. Auch hierbei auf die richtige Zählweise der 4 Pins des Stromanschlusses achten!


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Original Stromanschluss - Quelle: loetaffe

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Geänderter Stromanschluss - Quelle: loetaffe


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Geänderter Stromanschluss 2 - Quelle: loetaffe


Einbauvorschlag:

Damit ich verschiedene CF Karten benutzen kann, ohne beim Wechseln das Gehäuse öffnen zu müssen, habe ich den Adapter hinter der Klappe in der Frontplatte eingebaut:


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CF in der Frontplatte - Quelle: loetaffe

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CF in der Frontplatte, Einbau - Quelle: loetaffe


Eventuell ist es auch möglich nur einen CF-Slot des Adapters DMA fähig zu machen und den anderen zu belassen, stellt sich dabei nur die Frage nach dem Sinn.


Mit diesem Adapter erreiche ich bei einer Transcend 2 GB 133x Karte eine Übertragungsrate von 23 MB/s lesend.
(Gemessen mit "hdparm" unter Linux, Kernel 2.6.22-14 und 40 poligen IDE Kabel)